Zeigarnik-Effekt
Verfasst: Mi 14. Jan 2026, 07:37
Der Zeigarnik – Effekt, benannt nach der russischen Psychologin Blujma Wulfowna Zeigarnik, beschreibt einen Effekt, dass ungelöste Aufgaben länger in der Erinnerung bleiben als gelöste Aufgaben. Der Effekt konnte aber in diversen Untersuchungen nicht repliziert werden und gilt daher als nicht zuverlässiges Phänomen. An dieser Stelle kann man auch noch auf den Ovsiankina – Effekt, benannt nach Maria Ovsiankina, und die Feldtheorie von Kurt Tsadek Lewin verweisen, jedoch sind diese Theorien im Zeigarnik – Effekt aufgegriffen, vertieft und behandelt worden.
Was heißt das jetzt genau?
Jeder kennt das Problem einer To-Do-Liste und der unvermeidlichen Tatsache, dass immer wieder mehr Punkte auf der Liste stehen als erledigt werden konnten. Abends macht man es sich auf der Couch bequem und man hat ein „komisches / ungutes“ Gefühl, so als ob man etwas vergessen hat und es fallen einem alle unerledigten Punkte ein. Das ist der Zeigarnik – Effekt.
Man kann an dieser Stelle auch das berühmte Beispiel des Kellners nehmen, der sich alle Tische die noch nicht bezahlt haben merken kann jedoch die bereits bezahlten Tische nicht mehr weiß. Auch hier ist es wieder das Unerledigte, das im Kopf bleibt.
Dieses Prinzip nutzt auch die Film- und Literaturindustrie, wenn sie eine Fortsetzung planen und alle kennen dieses Gespannte warten „Wann geht es weiter?“ oder „Wie geht es weiter?“. Das wird auch als „Cliffhanger“ betitelt.
Wie kann ich den Zeigarnik – Effekt jetzt für mich nutzen und was bringt mir dieser „Cliffhanger“?
Jeder kennt das Gefühl des frisch verliebt seins und das Warten auf eine Nachricht des neuen Partners. Man sitzt wie auf glühenden Kohlen und wartet oft stundenlang, dass das Handy endlich die ersehnte Antwort anzeigt. Noch schlimmer ist am Abend oder spät in der Nacht die Verabschiedung mit „Ich meld mich morgen bei dir!“ Man wartet auf die Nachricht oder den Anruf des anderen. Warum ist das so? Weil unser Gehirn uns sagt, dass die Aufgabe noch nicht beendet ist oder in eine „Verlängerung“ / eine Fortsetzung geht. Andererseits erzeugt man damit auch Spannung, wenn man sich damit verabschiedet und kann sich fast sicher sein, dass die Kontaktaufnahme z.B. mit einem „Hallo, wie geht es dir?“ vom anderen ausgeht.
Der Effekt lässt sich also nutzen um Spannung aufzubauen, zu halten oder um das Verlangen nach einer Fortsetzung der Konversation aufrecht zu erhalten. Jedoch kann man sich diesen Effekt nicht auf Dauer zu Nutzen machen, da sonst eine Gewöhnung eintritt und der Effekt nicht wiederholbar ist.
Der Zeigarnik – Effekt wird auch oft von Personalabteilungen genutzt z-B. in einem Bewerbungsprozess. Die freundliche Bekanntgabe „Wir melden uns bei Ihnen.“ verbleibt solange im Kopf eines Bewerbers bis er eine Antwort erhält.
Fazit des Ganzen ist, dass der Zeigarnik – Effekt wohl dosiert eingesetzt, Spannung aufbauen und erhalten kann, jedoch mit Vorsicht zu nutzen ist, da er nicht immer wiederholbar ist und es von Person zu Person verschieden ist ob er überhaupt eintritt oder nicht.
Was heißt das jetzt genau?
Jeder kennt das Problem einer To-Do-Liste und der unvermeidlichen Tatsache, dass immer wieder mehr Punkte auf der Liste stehen als erledigt werden konnten. Abends macht man es sich auf der Couch bequem und man hat ein „komisches / ungutes“ Gefühl, so als ob man etwas vergessen hat und es fallen einem alle unerledigten Punkte ein. Das ist der Zeigarnik – Effekt.
Man kann an dieser Stelle auch das berühmte Beispiel des Kellners nehmen, der sich alle Tische die noch nicht bezahlt haben merken kann jedoch die bereits bezahlten Tische nicht mehr weiß. Auch hier ist es wieder das Unerledigte, das im Kopf bleibt.
Dieses Prinzip nutzt auch die Film- und Literaturindustrie, wenn sie eine Fortsetzung planen und alle kennen dieses Gespannte warten „Wann geht es weiter?“ oder „Wie geht es weiter?“. Das wird auch als „Cliffhanger“ betitelt.
Wie kann ich den Zeigarnik – Effekt jetzt für mich nutzen und was bringt mir dieser „Cliffhanger“?
Jeder kennt das Gefühl des frisch verliebt seins und das Warten auf eine Nachricht des neuen Partners. Man sitzt wie auf glühenden Kohlen und wartet oft stundenlang, dass das Handy endlich die ersehnte Antwort anzeigt. Noch schlimmer ist am Abend oder spät in der Nacht die Verabschiedung mit „Ich meld mich morgen bei dir!“ Man wartet auf die Nachricht oder den Anruf des anderen. Warum ist das so? Weil unser Gehirn uns sagt, dass die Aufgabe noch nicht beendet ist oder in eine „Verlängerung“ / eine Fortsetzung geht. Andererseits erzeugt man damit auch Spannung, wenn man sich damit verabschiedet und kann sich fast sicher sein, dass die Kontaktaufnahme z.B. mit einem „Hallo, wie geht es dir?“ vom anderen ausgeht.
Der Effekt lässt sich also nutzen um Spannung aufzubauen, zu halten oder um das Verlangen nach einer Fortsetzung der Konversation aufrecht zu erhalten. Jedoch kann man sich diesen Effekt nicht auf Dauer zu Nutzen machen, da sonst eine Gewöhnung eintritt und der Effekt nicht wiederholbar ist.
Der Zeigarnik – Effekt wird auch oft von Personalabteilungen genutzt z-B. in einem Bewerbungsprozess. Die freundliche Bekanntgabe „Wir melden uns bei Ihnen.“ verbleibt solange im Kopf eines Bewerbers bis er eine Antwort erhält.
Fazit des Ganzen ist, dass der Zeigarnik – Effekt wohl dosiert eingesetzt, Spannung aufbauen und erhalten kann, jedoch mit Vorsicht zu nutzen ist, da er nicht immer wiederholbar ist und es von Person zu Person verschieden ist ob er überhaupt eintritt oder nicht.